Geschichte

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Bad Vigaun wurde erstmals urkundlich in der zwischen 741 und 748 nach Christus verfassten "Breves Notitae" mit "figun" und später in der 790 niedergeschriebenen "Notitia Arnonis" mit "ad Fuginas" angeführt. Der Ortsname leitet sich wahrscheinlich vom lateinischen "vicone" ab, was so viel wie Großdorf oder langestrecktes Dorf bedeutet. 

 

 

 Pfarrkirche Bad Vigaun

Pfarrkirche Bild 1.jpgDie spätgotische, dreischiffige Hallenkirche mit Rundpfeilern und Netzrippengewölbe wurde von cirka 1460 bis 1519 aus unverputzten Konglomeratquadern erbaut und wurde erst 1559 vom Chiemseer Bischof Schlattl geweiht. Der Turm, der 1935 von 41 m auf 35 m gekürzt und begradigt wurde, stammt aus dem 14. Jahrhundert und wurde dem Vorgängerbau der heutigen Kirche zugebaut. Der Vorgängerbau stammt aus dem 12. bis 13. Jahrhundert und war eine frühgotische einschiffige Kirche die zuvor wahrscheinlich südseitig einen Turm und nordseitig eine Sakristei hatte. Die Kirche davor stammte aus dem 9. Jahrhundert und war einschiffig und mit einer Sakristei nordseitig versehen. Davor bestanden sicher einige Holzkirchen die von den Magyaren zerrstört wurden.

 

 

 Filialkirche Sankt Margarethen

250px-Bad_Vigaun_01.jpg Sie gilt als Perle unter den Kirchen des Salzachtales. Der jetzige Bau ist an der Stelle einer viel älteren Kirche im 15. Jahrhundert von einer Halleiner Weißwarenhändlerswitwe erbaut worden. Wunderschön ist das Portal mit einem Relief der Kirchenpatronin St. Margaretha. Bemerkenswert ist die Vorhalle mit der marmornen Außenkanzel. Das Innere zeigt ein spätgotisches Langhaus mit einer hölzernen Empore und drei barocken Altären. 

 

 

Heimatmuseum "Mesnerhäusl"

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Das kleine Häuschen wurde 1790 als sogenanntes "Mesnerhäusl" vom Lehrer, der gleichzeitig Mesner und Organist war, bewohnt. Es befindet sich hinter der Kirche neben der Volksschule. 1966 adaptierte und rettete es die Gemeinde vor dem Verfall. Der damalige Volksschuldirektor Josef Neureiter richtete hier das erste Heimatmuseum des Landes ein. In den 8 Schauräumen werden interresante Details aus dem Leben und Wirken der Bad Vigauner Bevölkerung gezeigt.

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Naturdenkmal Bruderloch

Das Bruderloch ist die zweitälteste christliche Kultstätte des Landes Salzburg. Um 477 zogen sich die Christen aus Juvavum (Salzburg) vor den germanischen Herulern mit ihrem Begleiter, dem heiligen Severin, nach Süden zurück und feierten im Bruderloch die Gottesdienste. Heute noch werden hier Maiandachten gefeiert.

Naturdenkmal Schlenken-Durchgangshöhle

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Im gesamten Gebiet befinden sich cirka 25 Höhlen, darunter das Naturdenkmal "Schlenken-Durchgangshöhle". Die Höhlen sind nur mit ortskundiger Begleitung und guter Ausrüstung zu besichtigen.

Naturdenkmal RömerbrückeDSC01303.JPG

Wo die römische Heeres- und Handelsstraße von Aquileia nach Juvavum (Salzburg) den Tauglbach querte, ist nicht belegt. Die "Tabula Peutingeriana", eine Straßenkarte aus dem 3. Jahrhundert gibt darüber keinen Aufschluss. Es wird vermutet, dass bei Niederwasser, weiter flußabwärts, in der Nähe des heutigen Vitzthumgutes (von "vicedominus" ist Verwalter) eine Furt verwendet und dadurch ein Umweg vermieden wurde. Eine sichere Ausweiche bei Hochwasser dürfte allerdings schon damals eine Brücke aus Stein und Holz über die enge, romantische Tauglschlucht, nahe der heutigen Brücke, geboten haben. Die heutige "Römerbrücke", früher auch "Teufelsbrücke" genannt, ist die älteste bestehende Brücke im Land Salzburg. Sie wurde 1613 anstelle einer alten Holzbrücke errichtet. Über die Bezeichnung "Teufelsbrücke" berichtet eine Sage, dass der Teufel beim Bau mithalf und als Gegenleistung das Kind der "Tauglmüllerin" bekommen sollte, was ihm nicht gelang. Voll Zorn warf er deshalb den letzten Stein in die tiefe Schlucht. Noch heute ist der "Teufelsstein" im klaren Wasser zu sehen.

Naturbad Taugl

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Südöstlich des Bad Vigauner Gemeindegebietes verbirgt sich unterhalb des Schmittensteins, Schlenkens und Rengerbergs eine der längsten und völlig unzugänglich erscheinenden Klammen Österreichs, die "Tauglklamm". Im unteren Bereich der Taugl findet man den geschützten Landschaftsteil "Tauglgries", der es der Taugl ermöglicht, ohne Behinderung, sich ihren Weg in einem bis zu 100 m breiten Schotterbett hin- und herpendelnd zu suchen. Gerade in den Sommermonaten ist die idyllische Taugl mit ihren großen, flachen Felsplatten ein beliebter Badeplatz der sowohl von Einheimischen also auch von Gästen gerne zur Abkühlung aufgesucht wird. Weiters gibt es auch entlang der Taugl einen Naturlehrpfad, der vom Vitzthumgut bis zur Römerbrücke die atemberaubende Schönheit der Landschaft und Natur auf einem gemütlichen Spaziergang dem Betrachter eröffnet.